Das Lichtkonzept


"Die Aufgabe des Kunstlichts ist in erster Linie das bronzene Metallgewebe, das als räumliche und inhaltliche Trennung der Begräbnisstätten und der Kapelle fungiert durch Streiflicht in seiner Materialität und Farbigkeit zu betonen. Das Gewebe reflektiert das Licht in den Raum. Seine Transparenz kann je nach Schaltung und Helligkeitswert der Beleuchtung verändert werden. Formal reduzierte Pendelleuchten markieren die Kabinette der Urnengräber. Durch ein zurückgenommenes, rotes Indirektlicht wird der hohen Kirchenraum erlebbar."

So beschreibt die Lichtplanerin Corinna Arens die Beleuchtung in der Grabeskirche.



Hinzukommt, dass in der christlichen Liturgie das Licht der Kerzen besonders verehrt wird. Die Osterkerze ist das Symbol für den auferstandenen Christus. Christus wird als ´das aufstrahlende Licht aus der Höhe‘ an Weihnachten, am Morgen jeden Tages, als neues Erwachen des Lebens, als das Licht der Welt, das das Dunkel der Sünde vertreibt in der Feier der Osternacht und das am Abend des Tages zur Zeit des Sonnenuntergangs der Finsternis der Nacht entgegensetzt wird, verehrt.

‚Am Ende der Zeiten braucht es weder Sonne noch Mond, die der Stadt leuchten, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie‘ (vgl. Offb. 21,23). Den Verstorbenen möge das ewige Licht leuchten, so beten wir in der Begräbnisliturgie und im Gedenken an die Toten.

Das Licht schafft und greift Stimmungen auf. Es ist ein Zeichen der Transzendenz, die sich in der Lichtsymbolik spiegelt. Wenn die Osterkerze brennt, scheint das Gewebe dahinter golden.

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